Lambretta

Ferdinando Innocenti in Lambrate bei Mailand brauchte ein Produkt, um seine gut ausgestatteten Produktionsanlagen nach Kriegsende neu auszulasten. Pierluigi Torre entwickelte einen Motorroller mit Triebsatzschwinge, der sich gut verkaufte. Innocenti vergab Produktionslizenzen in alle großen Märkte Europas und nach Indien. So wurden die deutschen Lambretta Modelle von NSU gefertigt. 1972 wurden die Produktionsanlagen an Scooter India verkauft und die Produktion in Indien wieder aufgenommen.

Der Erfolg seines seit 1948 produzierten Motorrollers “Lambretta” gab Innocenti die finanziellen Möglichkeiten, in den Automobilbau einzusteigen. Die ersten Modelle waren Lizenzbauten des Austin A40. Später entstand ein eigenständiges Cabrio auf technischer Basis von Sprite/Midget und ein leicht abgewandelter Mini, der in ganz Europa sehr erfolgreich verkauft wurde.

1966 übernahm British Leyland für kurze Zeit das Unternehmen, 1975 gingen Werk und Marke an Alessandro De Tomaso. Erfolgreichste Modelle waren Innocenti 90 und 120 - Mini Technik in einer praktischen Karosserie von Bertone. Ab 1986 übernahm das Werk in Lambrate die Fertigung der Maserati Biturbo Modelle. 1990 ging Innocenti an Fiat. Nach dem recht erfolglosen Versuch, ältere Fiat Modelle unter dem Namen Innocenti zu vertreiben, wurde die Marke 1997 schließlich aufgegeben. Heute werden unter der Marke Lambretta wieder Motorroller in Retro-Optik mit modernen Viertaktmotoren verkauft.

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